Revision der höheren Fachprüfungen
Die drei höheren Fachprüfungen Publikationsmanager/-in, Werbetechniker/-in und Fotomedienfachmann/-frau werden revidiert und in einer gemeinsamen Prüfungsordnung mit Fachrichtungen zusammengeführt. Das Projekt wird von dpsuisse/viscom, VWP und imagingswiss gemeinsam getragen.
Ziel
Die Berufsfeldanalyse von 2025 hat gezeigt, dass sich die Anforderungen der drei Abschlüsse stark überschneiden. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz die Arbeit in der Branche. Kompetenzen in Management, Kundenberatung, Prozessgestaltung und Führung werden wichtiger.
Mit der Revision entsteht ein zeitgemässer eidgenössischer Abschluss auf Führungsebene. Vorgesehen sind:
- ein gemeinsames Qualifikationsprofil mit Fachrichtungen
- gemeinsame Module, zum Beispiel zu Personalführung, Finanzen, Marketing und Unternehmensführung, sowie fachrichtungsspezifische Vertiefungen
- eine gemeinsame, kompetenzorientierte Abschlussprüfung
- ein neuer, arbeitsmarktorientierter Berufstitel
Die Praxisnähe der einzelnen Fachrichtungen bleibt erhalten. Dank der gemeinsamen Struktur können Lehrgänge und Prüfungen künftig regelmässiger und flexibler angeboten werden.
Aktueller Stand
Die Arbeiten starten im November 2026. Bis Sommer 2027 wird das Qualifikationsprofil erarbeitet, danach folgen Prüfungsordnung, Wegleitung und Modulbeschreibungen. Anfang 2028 ist eine Branchenanhörung geplant. Die neue Prüfungsordnung soll im Sommer 2028 vom SBFI genehmigt werden.
Bis dahin gelten die bestehenden Prüfungsordnungen. Über Übergangsregelungen informieren wir rechtzeitig.
Gesamtes Projekt
Alle Informationen zum vorgängigen Projekt finden Sie hier:
Berufsfeldanalyse HBB
Kontakt und Auskunft
Seraina Roth
Verantwortliche Höhere Berufsbildung
seraina.roth@dpsuisse.ch
Die Branchenanhörung wurde im März 2026 in Form einer breit angelegten Online-Befragung durchgeführt. Insgesamt wurden über 2000 Personen aus allen Landesteilen eingeladen, differenziert nach Berufs- und Höheren Fachprüfungen.
Bedarf an Berufs- und Höheren Fachprüfungen
Bedarf der BP und HFP:
Für die meisten Berufs- und Höheren Fachprüfungen wird eine gleichbleibende bis leicht sinkende Nachfrage erwartet. Gleichzeitig zeigt sich bei vielen Befragten Unsicherheit hinsichtlich der langfristigen Entwicklung. Unabhängig vom erwarteten Bedarf werden die Weiterbildungen überwiegend positiv bewertet. Viele Befragte würden ihre Prüfung erneut absolvieren oder weiterempfehlen. Der wahrgenommene Karriereeffekt variiert jedoch stark zwischen den einzelnen Abschlüssen.
Aktualität der eidg. Prüfungen BP und HFP
Die Inhalte werden insgesamt als eher aktuell bis sehr aktuell eingeschätzt, abhängig vom jeweiligen Revisionsdatum. Gleichzeitig zeigen sich Trends und Herausforderungen, die im Rahmen künftiger Revisionen aufzugreifen sind. Dazu zählen steigende Anforderungen an digitale, methodische und analytische Kompetenzen, verstärkt durch Automatisierung und KI, sowie zunehmende Arbeitskomplexität, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Druck.
Erwartungen an zukünftige Weiterbildungen
Gefragt sind praxisnahe, flexible, berufsbegleitende und modulare Angebote. Zeitliche Flexibilität, Kosten, mögliche Subventionen, die eidgenössische Anerkennung sowie formale Nachweise wie Zertifikate beeinflussen die Teilnahmeentscheidungen wesentlich.
Module und Modulbaukasten
Ein modularer Aufbau wird grundsätzlich unterstützt. Schulen sehen trotz eines hohen Koordinationsaufwands beträchtliche Synergiepotenziale. Bei den Berufsprüfungen stehen fachliche Vertiefungen im Vordergrund, bei den Höheren Fachprüfungen insbesondere Führungs- und Managementkompetenzen.
Positionierung und Zusammenführung der HFP
Die Zusammenführung der Höheren Fachprüfungen wird insgesamt vorsichtig positiv bewertet. Der hohe Anteil unentschiedener Rückmeldungen weist auf weiteren Klärungs- und Konkretisierungsbedarf sowie auf einen erhöhten Kommunikationsbedarf hin.
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