Wahlen 2027: dpsuisse zeigt Parteien, wie Print im Wahlkampf wirkt
Am 24. Oktober 2027 finden die eidgenössischen Wahlen statt. dpsuisse hat dazu die Aktion «Print entscheidet Wahlen» gestartet. Eine Broschüre zeigt Parteien und Kandidierenden, welche Printmittel im Wahlkampf wirken, wann sie eingesetzt werden und worauf es bei der Produktion ankommt. Diese Woche beginnen die Gespräche mit den nationalen Parteien. Die Broschüre kann kostenlos bei uns bestellt werden.

Warum Print im Wahlkampf wirkt
Wer kandidiert, kämpft um Aufmerksamkeit. Im Feed tauchen Inhalte auf, werden weggewischt und binnen Sekunden durch neue ersetzt. Ein Flyer im Briefkasten oder ein Plakat auf dem Arbeitsweg bleibt länger im Blick. Wie stark das wirkt, haben die Politikwissenschaftler Alan Gerber und Donald Green untersucht. In «Get Out the Vote» (3. Auflage, 2019) vergleichen sie die gängigen Mobilisierungsmethoden anhand von Feldexperimenten in den USA. Eine Postsendung erhöht die Wahlbeteiligung um 0.4 Prozentpunkte, rund 282 erreichte Personen bringen eine zusätzliche Stimme. Für Werbung in Social Media und für E-Mails fanden die Autoren keinen messbaren Effekt. Stärker wirken nur das persönliche Gespräch und der Telefonanruf, beide lassen sich aber nicht beliebig ausweiten.
Dazu kommt die Wahrnehmung: 33 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren empfinden Werbung in Zeitungen als informativ, bei Werbung in Social Media sind es 9 Prozent WEMF MACH Consumer 2024.
Was in der Broschüre steht
Die Broschüre «Print entscheidet Wahlen» fasst auf vier Seiten zusammen, was Wahlkampfteams über Print wissen müssen. Sie stellt sechs Printmittel vor, jeweils mit Einsatzzweck und Vorlaufzeit für Vorbereitung und Produktion: Flyer, personalisierte Postversände, unadressierte Hauswurfsendungen, Plakate, Visitenkarten und Inserate. Eine Timeline ordnet die Massnahmen den Phasen des Wahlkampfs zu, von zwölf Monaten vor der Wahl bis zu den letzten vier Wochen. Dazu kommen Best Practices zu Gestaltung und Material. Wer in der Schweiz produzieren lässt, kann kurzfristig korrigieren und nachbestellen und senkt das Risiko von Verzögerungen durch Zoll und lange Lieferwege.
Auch das Umweltargument hat in der Broschüre Platz. Ein gedruckter Prospekt verursacht pro Million Impressionen 642 kg CO2e, ein Online-Prospekt 3’360 kg. Das zeigt eine Vergleichsrechnung von Öko-Institut Consult vom November 2025, die dpsuisse zusammen mit Partnerverbänden aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden in Auftrag gegeben hat.
Jetzt beginnt die Planung
Bis zur Wahl bleiben rund 13 Monate. Die Broschüre empfiehlt, zwölf bis sechs Monate vor der Wahl die Sichtbarkeit aufzubauen: Strategie und visuelle Linie festlegen und erste Materialien wie Visitenkarten und Kandidatenflyer produzieren. Wer sich erst kurz vor der Wahl zeigt, holt den Vorsprung der Konkurrenz kaum mehr auf. Deshalb führen wir die Gespräche jetzt. dpsuisse besucht ab dieser Woche die nationalen Parteien und bespricht mit ihnen, wie Print in die Wahlkampfplanung passt und was unsere Mitglieder dazu beitragen. Die Gespräche führt Direktor Beat Kneubühler.
Was das für unsere Mitglieder heisst
Wahlkampf ist ein Geschäft mit kurzen Fristen und vielen Einzelaufträgen. Die Broschüre führt Parteien und Kandidierende zu Druckereien mit Wahlkampferfahrung, über den QR-Code finden sie den passenden Druckpartner in ihrer Nähe. Mitglieder können die Broschüre auch selbst einsetzen, etwa im Gespräch mit Ortsparteien, kantonalen Parteien und Kandidierenden aus der Region. Auch dafür kann sie bei uns bestellt werden.
Broschüre bestellen
Die Broschüre «Print entscheidet Wahlen» ist gedruckt und lieferbar. dpsuisse gibt sie kostenlos ab, die Menge richtet sich nach dem Bedarf. Bestellungen per E-Mail an info@dpsuisse.ch mit folgenden Angaben: Anzahl Exemplare, Lieferadresse, Name und Organisation (Partei, Kandidatur oder Betrieb) sowie eine Kontaktperson für Rückfragen.