Printed in Switzerland

Schweizer Druckereien treibens gerne bunt und bleiben doch im grünen Bereich.

Printed in Switzerland is Green

Eine neue Kampagne wurde lanciert.  Sieben führende Druckbetriebe aus der Schweiz (CH-D, CH-F und CH-I) haben ihre Erfahrungen und Best Practices in ausführlichen Reportagen dokumentiert. Die Themen beleuchten, wie die Branche nachhaltige Innovationen vorantreibt und ökologisches Bewusstsein stärkt.

Erfahren Sie mehr in unserem Youtube Kanal über die Sieben Film-Kurzreportagen über nachhaltige Printproduktion:

  • Umweltfreundliches Papier im Fokus
  • CSR und gesellschaftliche Verantwortung
  • Zertifizierungen als Erfolgsmodell
  • Energieeffiziente Technologien
  • Recyclingmaterialien in der Produktion
  • Transportoptimierung als Klimastrategie
  • Design als Nachhaltigkeitstreiber

22 Gründe, warum Print nachhaltig wirkt

 «Wir sparen Papier und schonen die Umwelt.» Dieser Satz wird oft wiederholt und bleibt doch unbelegt. Seit dem 27. September 2026 gilt in der EU: Wer mit Umweltvorteilen wirbt, muss sie beweisen. In der Schweiz verlangt das Lauterkeitsrecht das seit 2025 ebenso, mit der Beweislast beim Absender.

Für Print liegen diese Belege vor. Papier ist ein Naturprodukt aus nachwachsenden Rohstoffen, es zirkuliert in einem funktionierenden Kreislauf, und der Ressourcenverbrauch einer Drucksache lässt sich vom Rohstoff bis zum Vertrieb berechnen. Für die behauptete Umweltüberlegenheit des Verzichts auf Print fehlt dieser Nachweis bis heute.

Erfahren Sie mehr!

Kampagne «Printed in Switzerland»

Das Label «Printed in Switzerland» setzt voll auf Nachhaltigkeit, um die Stärke der Schweizer Druckindustrie zu betonen. Mit überraschenden Botschaften wollen wir die Öffentlichkeit für unser ökologisches Versprechen sensibilisieren. Dadurch und mit jeder Drucksache, die unser Label auszeichnet, steigt auch sein Wert.

12 Gründe, im grünen Druckbereich zu bleiben

1

Papier ist ein Naturprodukt.

Seit über 2000 Jahren wird Papier aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt: aus Pflanzenfasern. Heute kommen vor allem Holz- und Zellstoffe zum Einsatz. Aber auch aus Reisstroh, Bambus, Seidenpflanzen und Hanf lässt sich Papier herstellen. Namensgeber ist der Papyrus, den bereits die Ägypter als Beschreibstoff nutzten. 

2

Altpapier ist ein gefragter Rohstoff. 

Papier und Karton sind der am konsequentesten zurückgeführte Wertstoff der Schweiz. 2024 wurden 1,13 Millionen Tonnen gesammelt, 125 Kilogramm pro Kopf. Die Sammelquote lag bei 85 Prozent. Bei keinem anderen Verpackungs- und Kommunikationsmaterial funktioniert der Kreislauf so gut.

Quelle: Verein Recycling Papier + Karton, Statistischer Jahresbericht 2024

3

Die grafische Industrie erneuert sich seit jeher. 

Printprodukte haben kein Verfalldatum. Mit Papier zu arbeiten heisst, in langen Zeiträumen zu denken. Papierrecycling ist fast so alt wie die Erfindung des Papiers selbst. Und die Branche hat ihren Ressourceneinsatz laufend gesenkt: Der Verbrauch flüchtiger organischer Verbindungen in Schweizer Druckereien ist seit 2007 um 60 Prozent zurückgegangen.

Quelle: Positivliste «VOC-Reduktion in der Druckindustrie», Stand 2025 

 

4

Der Schweizer Wald wächst.

Ein Drittel der Schweiz ist bewaldet, und die Waldfläche nimmt weiter zu. Es wächst nach wie vor mehr Holz nach, als geerntet wird. Das ist kein Zufall, sondern Gesetz: Das Waldgesetz verbietet Rodungen ohne Bewilligung und schreibt vor, dass gerodete Flächen ersetzt werden müssen. Die Schweizer Waldfläche kann rechtlich nicht abnehmen. Wer in der Schweiz drucken lässt, bewegt sich in diesem Rahmen.

Quelle: BAFU, Waldbericht 2025; Bundesgesetz über den Wald (WaG)

 

5

In der Schweiz sind die Standards besonders hoch.

Der Druckprozess in der Schweiz untersteht strengen Vorgaben: Luftreinhalte-Verordnung, Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung und Gewässerschutzgesetzgebung regeln Emissionen, Lösemittel und Abwasser vom Papiereinkauf über die Produktion bis zum Vertrieb. Dazu kommen der Gesamtarbeitsvertrag und die Vorschriften zur Arbeitssicherheit. 

6

Drucksachen fördern Bildung und bauen Brücken.

Seit Jahrtausenden ermöglicht Papier, Informationen zu speichern und zu vervielfältigen. Das hat Bildung für breite Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht und trägt bis heute zum gesellschaftlichen Dialog bei. Die Leseforschung zeigt zudem: Beim Lesen längerer Sachtexte ist das Textverständnis auf Papier messbar besser als am Bildschirm, und der Vorsprung hat über die Jahre zugenommen.

Quellen: Delgado et al., «Don't throw away your printed books», Educational Research Review 2018; Stavanger-Erklärung zur Zukunft des Lesens, COST E-READ 2019

 

7

Gedrucktes lässt sich nicht unbemerkt ändern.

 

Was gedruckt ist, bleibt so, wie es gedruckt wurde. Elektronische Dokumente lassen sich nachträglich verändern, oft ohne sichtbare Spur. Wo Nachvollziehbarkeit über Jahre zählt, in Archiven, Verträgen und amtlichen Publikationen, bleibt Print deshalb der verlässlichere Träger. 

8

 Bei Print ist die Umweltbilanz messbar. 

Papier, Farbe, Energie, Transport: Bei einer Drucksache lässt sich jeder Posten erfassen und berechnen. Instrumente wie ClimateCalc bilanzieren den CO2-Ausstoss eines Auftrags nach einer offengelegten Methodik und werden extern geprüft. Für die Umweltbelastung digitaler Kommunikation, vom Rechenzentrum über das Netz bis zum Endgerät und dessen Lebensdauer, gibt es keine vergleichbar etablierte Rechnung. Wer den Verzicht auf Print als Umweltbeitrag ausgibt, sollte die Zahlen dazu vorlegen. 

9

 Print vermeidet Elektronikschrott. 

Altpapier fliesst zum grössten Teil in den Kreislauf zurück. Dagegen wachsen die Elektroschrottberge: Ausrangierte Geräte, die nicht sachgerecht entsorgt werden, gefährden Gesundheit und Umwelt. Eine Drucksache braucht kein Gerät, das nach wenigen Jahren ersetzt wird. 

10

Der CO2-Ausstoss wird gemessen, nicht kompensiert. 

Schweizer Druckereien haben ihren Wasser-, Energie- und Schadstoffverbrauch in den letzten Jahren deutlich gesenkt. Mit ClimateCalc erfassen Betriebe den CO2-Ausstoss ihrer Aufträge nach einer standardisierten Methodik. Beim Wiederholaudit wird überprüft, ob die selbst gesetzten Reduktionsziele erreicht wurden. Das ist eine gemessene und extern kontrollierte Bilanz, keine Kompensationsbehauptung. 

11

Die Druckindustrie bildet aus und schafft Arbeitsplätze. 

Die Branche bietet schweizweit [X] Arbeitsplätze und [X] Lehrstellen. Auf [X] Beschäftigte kommt eine Lernende oder ein Lernender, ein Wert, den nur wenige Branchen erreichen. Dazu kommt die indirekte Wirkung: Die Druckindustrie vernetzt Zulieferer und macht die Angebote anderer Unternehmen bekannt. 

12

Print funktioniert ohne Strom und ohne Bildschirm. 

Niemand möchte die Vorteile der Digitalisierung missen. Aber Printprodukte funktionieren ohne WLAN, ohne Akku und ohne Update. Sie schaffen Momente der Konzentration, ohne Benachrichtigung und ohne Ablenkung. 

Label «Printed in Switzerland»

Unser Label kennzeichnet Drucksachen aus Schweizer Produktion. Empfehlen Sie Ihren Kunden den Einsatz des Labels auf ihren Drucksachen.

Das Label steht für die Herkunft aus Schweizer Produktion. Es ist kein Umwelt- oder Nachhaltigkeitssiegel und darf nicht als solches verwendet werden.  [Link auf Nutzungsbedingungen] 

 

Quellen und Stand
Die Angaben auf dieser Seite sind belegt. Die verwendeten Quellen sind bei den einzelnen Punkten aufgeführt. Stand: September 2026. Fragen zu den Grundlagen beantwortet die Geschäftsstelle.