Zukunft Höhere Berufsbildung

Die Anforderungen an die Print- und Medienbranche verändern sich laufend. Mit dem Projekt «Zukunft Weiterbildung» entwickelt dpsuisse die höhere Berufsbildung weiter und schafft die Grundlage für zukunftsorientierte Bildungsangebote, die den Bedürfnissen der Branche entsprechen.

Kurzbeschrieb

Die Berufsfeldanalyse untersucht, wie sich die Berufe in der grafischen Industrie und in verwandten Bereichen verändern. Sie zeigt, welche Kompetenzen heute und in Zukunft wichtig sind. Grundlage sind Auswertungen von Dokumenten, Gespräche mit Fachleuten und Rückmeldungen aus der Branche. Die Ergebnisse machen deutlich, wo Chancen und Herausforderungen liegen. Sie geben Hinweise, wie die eidgenössischen Prüfungen modernisiert und besser aufeinander abgestimmt werden können – praxisnah und zukunftsorientiert. 

Ziel

Die eidgenössischen Prüfungen sollen aktualisiert und besser aufeinander abgestimmt werden. Gemeinsam genutzte Inhalte und Module sollen Synergien schaffen und die Ausbildung effizienter machen. Der Fokus liegt auf Kompetenzen, die in der Praxis und in Zukunft gefragt sind.

Zahlen und Fakten

  • 11 eidgenössische Prüfungen wurden untersucht: 3 Höhere Fachprüfungen (HFP) und 8 Berufsprüfungen (BP)
  • Rund 15 Interviews mit Fachleuten aus der Branche
  • Analyse von mehr als 30 relevanten Dokumenten
  • Laufzeit des Projekts: 2024–2026
  • Beteiligte Verbände: dpsuisse, VWP, imagingswiss

Ergebnis Workshop 1

Am Workshop Mitte September 2025 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von dpsuisse, dem Verband Werbetechnik und Print sowie imagingsuisse die zukünftige Ausrichtung der Berufe. Im Fokus standen die Weiterentwicklung des Kompetenzmodells, gemeinsame und spezifische Lerneinheiten sowie die zukünftige Struktur der Berufs- und höheren Fachprüfungen. Ein wichtiges Ergebnis: Die drei Verbände werden künftig eng zusammenarbeiten, um die Berufe gemeinsam weiterzuentwickeln. 

Ergebnis Workshop 2

Die bisherigen Analysen zeigen: Für die Berufsprüfungen werden künftig sechs klar erkennbare Profile mit gemeinsamen und spezifischen Kompetenzen angestrebt. Bei den höheren Fachprüfungen soll das Potenzial für gemeinsame Module und eine einheitliche Prüfungsordnung genutzt werden. Gleichzeitig bleibt der Bezug zur jeweiligen Branche zentral – auch bei den zukünftigen Berufstiteln.

Zwischenfazit Branchenanhörung

Die Branchenanhörung vom März 2026 zeigt: Die Berufs- und Höheren Fachprüfungen werden weiterhin als wertvolle Weiterbildungen wahrgenommen. Gleichzeitig wünschen sich die Befragten praxisnahe, modulare und flexible Bildungsangebote, die den steigenden Anforderungen durch Digitalisierung, KI und den Wandel der Arbeitswelt gerecht werden. Auch die geplante Zusammenführung der Höheren Fachprüfungen wird grundsätzlich positiv beurteilt, erfordert jedoch weitere Konkretisierung und Kommunikation. 

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