Der europäische Markt für grafische Papiere befindet sich in einer tiefgreifenden Konsolidierung. Mehrere grosse Werke haben in den letzten Jahren geschlossen, die Auslastung der verbleibenden Kapazitäten ist auf einem historischen Tief. Gleichzeitig steigen die Zellstoffpreise, und der Irankrieg verteuert Energie und Fracht zusätzlich.
Mit dem geplanten 50/50-Joint-Venture von UPM und Sappi bündeln zwei der grössten Hersteller ihre Aktivitäten für grafische Papiere: zwölf Werke, ein kombinierter Unternehmenswert von 1,4 Milliarden Euro. Die Genehmigung durch die EU-Kommission steht noch aus.
Andreas Schraner von Antalis erklärt im Gespräch, welche Papiersorten von Versorgungsengpässen bedroht sind, wie sich die Preise in der zweiten Jahreshälfte 2026 entwickeln dürften und mit welchen Strategien Druckereien auf die neue Marktlage reagieren können. Er ordnet zudem ein, warum der Strukturwandel eine Folge der Digitalisierung ist.
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